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Learn &
sing

Singen lernen &
Workshops in München

Lasst euch nicht abhalten, zu tun,
was euch glücklich macht.

Singen Lernen im Unterricht

Voice Coaching & Stimmbildung

Unsere 9 Bausteine
kurz erklärt & demonstriert

Aufwärmen
ATEMTECHNIK
ARTIKULATION
INTONATION
Kontrolle
RESONANZ
LAMPENFIEBER
RANGE
INTERPRETATION

4 mal W ?

Christine & STeffi / Coaches

Die klassischen 4-W Fragen
für Euch kurz beantwortet

Christine & STeffi / Coaches

Wie lange nimmt man
Gesangsunterricht ?

Regelmäßiger Gesangsunterricht macht Sinn. Deine Stimme ist ein Muskel, der trainiert werden möchte. Du singst mit dem ganzen Körper, das erfordert Training. Je öfter du übst, desto schneller erzielst du Fortschritte!

Ein professioneller Sänger ist ein professioneller Sportler. Das klingt für dich vielleicht übertrieben, dennoch sind mehrere Konzerte am Stück, 8 Shows pro Woche oder eine Stadiontour ohne Kondition und entsprechende Technik kaum zu bewältigen. Stimmbandknoten oder -lähmungen, mangelnder Stimmbandschluss, Zerrungen und Erschöpfung sind die Folge. Hierfür gibt es genügend berühmte Beispiele.

Am Anfang ist die Unterstützung eines Lehrers sehr sinnvoll, um deine Muskulatur richtig zu trainieren. Wenn du dir erst einmal etwas Falsches angewöhnt hast, dauert es sehr viel länger, das zu korrigieren.

Erfahrene Sänger mit Körperbewusstsein und stabiler Intonation werden nach den ersten Stunden schon feststellen, wie sich die Stimme in den Höhen entspannt, kräftiger, der Stimmeinsatz leichter wird. Für eine Stabilisierung des Erlernten empfehlen wir aus Erfahrung 4-6 Monate Unterricht. In dieser Zeit kann man sich auch an ein breiter gefächertes Repertoire wagen, um unterschiedliche Ansätze wie Pop oder Jazz kennenzulernen und auszuprobieren.

Und dann gibt es da noch die als „unmusikalisch“ eingestuften Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als singen und sich nicht trauen. Völlig zu unrecht. Unmusikalische gibt es neuesten Forschungen zufolge nicht. Selbst das Gehirn von Babys reagiert in 150 Millisekunden auf einen falschen oder unüblichen Akkord. Erstaunlicherweise unterscheidet sich die Reaktionsgeschwindigkeit bei Musikern und Nichtmusikern im Vergleich hierzu nur unbedeutend.

Wie oft nimmt man
Gesangsunterricht ?

Eine professionelle Gesangsausbildung dauert mehrere Jahre. Die Stimme ist von zahlreichen Faktoren abhängig, man muss viele Stunden üben, genauso, als würde man ein Instrument lernen.

Bei Schülern, die erst einmal Tonsitz etc. erarbeiten müssen, empfiehlt sich anfangs ausschließlich wöchentlicher Unterricht, da das Gelernte sich erst einmal festigen muss. Das ist bei vielen Sportarten oder z.B. Autofahren nicht anders. Körperlich/geistige Abläufe müssen regelmäßig geübt werden, um abrufbar zu sein.

Berufstätige haben oft nicht die Zeit, täglich zu proben. Es gibt eine Menge Skills, die man sich während des Sprechens, Auto- oder Radfahrens oder in anderen banalen alltäglichen Situationen erarbeiten kann. 1-2 Mal/Woche gezielt an neuen Übungen zu arbeiten, ist aber das Minimum, um sich weiterzuentwickeln.

Mehr geht immer!

Für erfahrene Sänger mit guten Grundkenntnissen sind 14tägige Sessions oft ausreichend.

Wie teuer ist ein guter
Gesangsunterricht ?

Gesangsunterricht kostet zwischen 30 und 200 Euro, ohne dass dies pauschal den Wert einer Unterrichtsstunde beschreibt.

Hinweisgebend ist sicher Biografie und Diversität von Ausbildung und Tätigkeit des Vocal Coaches. Ganz entscheidend ist natürlich auch die Art der Unterrichtsführung Das müsst ihr für euch vergleichen und entscheiden. Wir sind auch außerhalb der Unterrichtsstunden für Rückfragen offen. Und ob die Chemie stimmt, werdet ihr nur in einer Probestunde feststellen.

Viele Musikschulen bieten Unterricht mit 6 oder 12monatigen Verträgen und monatlichen Gebühren an, durchgängig übers Jahr inkl. Ferien, in denen aber kein Unterricht stattfindet.

Wir haben anhand einiger Beispiele ausgerechnet, dass – bedingt durch Ausfälle des Unterrichts wegen Krankheit, Urlaub, Arbeit oder anderen Gründen – die Einzelstunden im Schnitt tatsächlich etwas mehr als 60 Euro kosten. In den Sommerferien hättest du aber z.B. 6 Wochen keinen Unterricht, was für einen Anfänger nicht gerade förderlich ist.

Wie läuft Ein Guter
Gesangsunterricht ab ?

In der Regel singt sich der Schüler 10-15 Minuten warm, je nach stimmlicher Anforderung. Als Fortgeschrittener kann sich der Schüler diesbezüglich auch vor der Stunde schon vorbereiten. Danach wird die stimmliche Situation in Hinblick auf die vorangegangenen Übungen besprochen und geklärt, ob noch Handlungsbedarf bezüglich Beschreibungen/Wiederholungen besteht.

Songs werden ausgewählt, gehört; bereits geübte Songs erörtert und in die vorbereiteten Texte notwendige Zeichen (Atempausen, Betonungen, Artikulation etc.) gesetzt und geprobt. Im Anschluss an die Songarbeit können weiterführende technische Übungen beschlossen und „Hausaufgaben“ festgelegt werden. Je besser der Schüler vorbereitet ist, desto schneller geht dieser Prozess voran.

Fortgeschrittene Schüler, die z.B. in Bands singen oder schon länger Unterricht haben, kommen oft ausschließlich zum Training ganz unterschiedlicher Techniken, die sie noch nicht beherrschen, um ihr Stimmspektrum und die Verwendungsmöglichkeit zu erweitern. Dazu gehören bsw. Creaks und Crackles oder Crunches. Nachdem diese stimmlich sehr anspruchsvoll sind, dauert es oft mehrere Stunden, bis sie gezielt angewendet werden können.

Ende der Stunde: Terminvereinbarung

Aufwärmen

Lockeres WarmUp

Du hast fast alle Muskeln im Einsatz, wenn du singst: Zunge, Hals, Gesicht, Rumpf, Beckenboden, Zwerchfell, Lunge, Rippen. Damit du dein komplettes Können abrufen und erfolgreich in Szene setzen kannst, müssen diese aufgewärmt sein.

Hampelmann, 1 Minute Jogging auf der Stelle, Schulterrollen, Dehn- und Streckübungen aus Yoga und Pilates sind hilfreich.

Dann lockeres Warmup mit Lip Trills, Zungen Trills, Summen, Sirenen.

Die Schleimdrüsen werden angeregt und halten den Gesangsapparat feucht.

Auch von Ablagerungen auf den Stimmlippen wird man durch die Übungen befreit, das merkt man schon nach wenigen Minuten sehr deutlich und bekommt ein Gespür dafür, ob das Warmsingen gut verläuft.

Je nachdem, woran du arbeitest, empfehlen wir, danach in spezifische Übungen zu gehen, z.B. Twang, Belt, Vokale, Triller, Runs and Riffs.

Wichtig ist vor allem, dass du körperlich warm bist – das kannst du gerne mit uns teste

Atemtechnik

Unser Atemapparat ist ein hochkomplexer Mechanismus. Wir atmen den ganzen Tag ein und aus, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Keiner fällt tot um, unsere Atmung funktioniert ohne aktives Tun reflektorisch. Letzteres kann aber auch bedeuten, dass sich eine falsche Atmung als Reflex etabliert hat.

Die Atemtechnik bildet die Grundlage nicht nur im Gesang. Sie ist das Fundament, auf dem vieles aufbaut. Schüler vergleichen die Technik z.B. mit Physiotherapie, Meditation uvm.

In der Gesangstechnik brauchen wir eine Atmung ohne Forcierung.
Zwerchfellatmung ist das A und O jedes Menschen, der mit Stimmarbeit befasst ist.
In der Ausatmung singen wir!

Muskulär gesehen muss der abdominale Druck zusammen mit dem Luftfluss in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Atemtechnik und die vielzitierte Stütze sind somit untrennbar miteinander verbunden.

Du lernst, wie du sie effizient und ökonomisch einsetzt und somit lange Phrasen singen kannst.
Du lernst, nicht aus dem Hals zu singen, damit deine Stimme nicht ermüdet.

Artikulation

Die Artikulation ist einer der interessantesten Bausteine, weil sie viele Körperteile betrifft und leider im Gesangsunterricht oft sehr wenig Beachtung findet.
Man möchte meinen, Sprechen und Singen könnten wir nur mit Lippen und Mund, aber hauptverantwortlich für das Bilden der Vokale sind die Resonatoren, Lippen, Zunge, Kiefer.

Die Zunge ist mit Kiefer und Kehlkopf verbunden, ihre Funktion ist in hohem Maße von einem lockeren Kiefer und einer entspannten Lage abhängig. In einem angespannten Kiefer kann es keine entspannte Zunge geben und andersherum. Ein Teufelskreis.

Außerdem spielen bei der Aussprache auch die Herkunft bzw. der Sprachduktus eine Rolle, s. Modul 2.

Ob jemand aus Bayern oder Sachsen kommt, lässt sich anhand seiner Aussprache von „a“ und „o“ leicht erkennen. Insofern ist vorstellbar, wie wichtig die korrekte Bildung der Vokale ist.

Keine Sorge, wir kennen einige (auch lustige) Übungen, mittels derer du ganz schnell lernst, die Zunge in der Artikulation einzusetzen bzw. sie unabhängig vom Kiefer zu bewegen.

Intonation

Die Intonation ist das korrekte Treffen von Tönen.
Bist du auf dem Ton? Tust du dir schwer, Töne zu treffen? Das Gehör spielt eine entscheidende Rolle dabei.
Natürlich gibt es Apps, mit denen du das kontrollieren kannst, aber das hilft dir während eines Vortrages ja nichts.

Bei schlechter Artikulation ist es sehr schwierig, einen Ton zu spüren. So kann zum Beispiel ein breit gesungenes „i“ dazu führen, dass sich die Schwingungen z.B. der Rippen im Ton nicht ausbreiten können. Dann fehlt dir ein entscheidender Resonanzraum.
Du lernst, die inneren Schwingungen, also die Resonanzen im Körper zu erkennen und zu „fühlen“, ob der Ton sitzt.

Das prägt dein Gehör ganz wesentlich, es wird immer feiner.
Dafür gibt es konkrete Übungen, so wirst du nach und nach deine Intonation verbessern und deine Stimme mit all ihrer Reichhaltigkeit an Obertönen und Formanten schwingen und klingen zu lassen.

Kontrolle

Die Stimm-Kontrolle ist eine der wichtigsten Bausteine, die du für dein Stimmstudium benötigst. Sie ist das Endergebnis der Umsetzung aller Bausteine.
Besonders wichtig für Vorsingen, Castings, Prüfungssituationen:

  • Immer der Herr im Haus sein
  • die Stimme beherrschen
  • Kontrolle haben

Dafür brauchst du alle Bausteine, wie ein Haus. Selbst ein „Sturm“ (s. Lampenfieber) kann nicht mehr daran rütteln.

Kontrolle hast du, wenn du einen Song genauso singen kannst, wie du es möchtest, mit allen Facetten, Nuancen und Farben, in allen Situationen.
Die Architektur ist vollkommen.

Resonanz

Dieser Baustein erfordert vor allem Körperbewusstsein.
Resonanz bedeutet Mitschwingen des Körpers während des Singens. Wörtlich übersetzt bedeutet es „widerhallen“.

Menschen bestehen zu 70 % aus Wasser. Wasser überträgt Schall schneller als Luft. So kann man sich gut vorstellen, dass wir Klangkörper sind. Dein Körper IST Resonanz.
Ist es möglich, auch ohne Mikrofon gehört zu werden?

Kleinere Knochen, z.B. Wangenknochen resonieren stärker mit höheren Frequenzen, während u.a. Rippen mit niedrigeren resonieren, was sehr wichtig für die Bruststimme ist.
Mit falscher Artikulation kann es aber dazu kommen, dass nicht diese, sondern deine Zähne resonieren und der Ton dann blechern klingt.

Deine körpereigenen Lautsprecher und Resonanzräume zu finden und mit ihnen zu arbeiten, ist ein sehr spannender Teil deiner Stimmarbeit.
Wir können dir dies alles zeigen.

Lampenfieber

Was passiert da im Körper? Vor einer Gruppe sprechen oder singen – für viele ein Alptraum.
Erhöhter Puls, Schweißausbruch, Adrenalin, flache Atmung … Wie bekommst du das in Griff?

Zunächst solltest du akzeptieren, dass du aufgeregt bist. Das ist ok! Wir können dir zeigen, mit deinem individuellen Grad von Aufgeregtheit umzugehen und u.a. deine Atemtechnik zu nutzen, um dich wieder zu beruhigen.

Kontrolle und Risiko? Passt das zusammen?

Scheitern ist kein Weltuntergang. Wie alle Menschen sind auch wir keine Maschinen; es gibt unzählige Beispiele, wie weltbekannte Sänger auf der Bühne versagt haben.
Die vielen kleinen Fehler hingegen werden für das Publikum unmerklich kompensiert, wenn Künstler sie kreativ oder humorvoll einbinden.

Perfektionismus, Leistungsdruck, fehlende Sicherheit und Angst zu Scheitern* sind das Fallbeil einer guten Performance.
Eine grandiose Performance gibt es nicht ohne Risiko. Wenn du weißt, dass du gut ausgebildet und vorbereitet bist, wirst du immer mehr loslassen können.

*Artists who seek perfection in everything are those who can’t attain it in anything
(Eugen Delacroix)

Range

Jede Stimme hat eine natürliche Klanggebung, von tief bis hoch (z.B. von Tracy Chapman bis Mariah Carey). Das hängt vor allem mit der Stimmphysiologie zusammen – unabhängig davon, ob du dich wohler fühlst, tief oder hoch zu singen.

Die Stimme wird in die klassischen 5 Grundtypen eingeteilt: Sopran, Alt, Tenor, Bariton, Bass

ABER: Woran du arbeiten kannst, ist Tiefe und „Money Notes“. Das heißt, durch Übungen wie die „Sirene“ oder „Lipthrills“ lässt sich die Range deiner Stimme, also der Umfang, durchaus um ein paar Töne nach oben oder unten erweitern. Und schon bewegst du dich in stimmlichen Bereichen, die außerhalb deines Grundtyps liegen.

Schüler sind begeistert und überrascht darüber.

Interpretation

Die Interpretation eines Songs ist ein sehr wichtiger Baustein. Was hast du als Sänger zu sagen? Warum hast du einen Song ausgewählt? Was verbindest du mit ihm? Wie schaffst du es, deine Emotionen auszudrücken, ohne deine Stimme zu verstellen oder zu imitieren? Wie wirst du ausdrucksstark, erreichst und berührst deine Zuhörer?

Korrekte Interpretation genügt nicht. Ohne echte Emotion ist ein Song austauschbar. Wir ermöglichen dir durch Methodik aus Schauspiel und Sprache, Liedern einen individuellen Sound zu geben, sie zu deinen zu machen.